Alles Wichtige zum Thema Setzungen von massiven Holzhäusern

Eine Holzhaus Setzung ist:

 

Gerade bei Holzhäusern mit massiven Außenwänden wird in der Regel immer mit einer Setzung gerechnet. Diese Setzung entsteht, weil durch das Gewicht und je nach Feuchtigkeit des Holzes, das Holz durch Sonneneinstrahlung weiter trocknet und dadurch das Holz etwas schrumpft. In den ersten 3 – 5 Jahren setzt sich ein Holzhaus etwas mehr und in den darauffolgenden 2 – 3 Jahren nur noch leicht. Durch unsere kompetenten Mitarbeiter in der Planung und Montage, wird die Setzung ausgerechnet und wir können dadurch Problemen, die durch eine Setzung entstehen können, entgegenwirken.

 

Die massiven Außenwände:

 

Die Sicherheit und Luftundurchlässigkeit zwischen den einzelnen massiven Holzbohlen, egal ob es maschinell gefräste Rundbohlen, Rechteckbohlen, oder aber Naturstämme sind, wird dadurch garantiert, dass in den Bohlenverbindungen an den 4 Ecken des massiven Holzhauses, sogenannte Setzungs- Gewindestangen durch vorgefertigte Bohrungen eingelassen werden und dann durch eine Scheibe mit Mutter soweit angezogen werden, dass ein verrutschen dieser Knoten-Eckverbindung nicht auseinander gleiten kann. Für die Luftundurchlässigkeit werden entweder komprimiertes Dichtungsband genommen, oder aber ca. 10cm breites Naturdämmstoff Flies. Diese wird zwischen jede Lage und in den Eckverbindungen sowie den Innen-/Außenwand Verbindungen eingelegt. Hierbei benutzen wir nur ein alljährlich von einem unabhängigen Institut für Baumaterialforschung und Überwachung getestetes und in Deutschland hergestelltes Naturprodukt. 

 

Balkon- oder Terrassendach-Holzsäulen:

Um die größeren Dachüberstände wir zum Beispiel bei einer großen überdachten Terrasse oder aber eines größeren Balkons abzufangen, werden Holzsäulen angebracht, die auch mit einer Gewindestange und mit Schrauben und Muttern versehen werden, um diese Holzsäulen der Setzung des massiven Holzhauses anzupassen. Hierbei reicht es dann auch aus, wenn die Gewindestangen ein Wiederlager durch eine massive viereckige und mindestens 3mm starke Metallplatte arretiert wird. Die Gewindestange wird dann so eingebaut, dass die Metallplatte über das vorgebohrte Loch für die Gewindestange genagelt wird. Somit kann dann ohne Probleme die Setzung nachgestellt werden. Im Normalfall wird diese Setzungsstange dann unten eingebaut, da dort der Bauherr besser herankommt, und ein Nachstellen keine Probleme bereitet.

 

Die Fenster und Türen im massiven Holzhaus:

 

Wenn in einem massiven Holzhaus Fenster und Türen eingebaut werden, dann müssen da einige und sehr wichtige Dinge beachtet werden, die dem Bauherrn später eine ungetrübte Freude am Wohnen in seinem massiven Holzhaus bereitet. Hierzu gehören mehrere Dinge die dringend beachtet werden müssen. Zum einen ist es die beim Einbau zu berücksichtigende Setzung, wobei es egal ist ob es hier um die Fenster oder Türen geht, immer eine Setzungsfuge, gelassen werden muss. Diese Setzungsfuge wird vorher errechnet und dann mit einem natürlichen Dämmstoff abgedichtet, der sich während der Setzung anpasst und zusammengedrückt wird und dann keine unnötige Zugluft entstehen lässt. 

 

Was sehr zu beachten ist, ist folgendes, dass egal ob bei Fenster oder den Türen eine T Holzschiene eingebaut wird. Diese T-Holzschiene wird dann an den aufliegenden beiden Seiten abgedämmt und mit dem unteren T Holz, in die vorgefertigte Nut gesteckt. Dabei kann nun ein Fenster in diesen Rahmen befestigt und verschraubt werden, ohne dass durch die entstehende Setzung später das Fenster verkanntet und nicht mehr zu öffnen geht. Auch oberhalb der T-Holzschiene wird die Setzung mit einberechnet und berücksichtigt, sodass diese T-Holzschiene nicht ganz bis oben geht, sondern auch hier die Setzung berücksichtigt wird und nur 85% des vorhandenen Platzes mit einer T-Holzschiene bedeckt wird.

 

Bei den Innentüren sieht es genauso aus. Auch hier wird eine T-Holzschiene eingebaut, die aber nicht nur die Setzung berücksichtigt, sondern auch ein Versetzen von den massiven Holzbohlen verhindert. So kann keine massive Holzbohle aus dem System der Innenwand herausspringen, da diese durch das Innere T-Holz, daran gehindert wird. Auch bei den Innentüren wird die Setzung berücksichtigt und eine Setzungsfuge oberhalb der Tür mit ausgespart.


 

Das Dach eines massiven Holzhauses:

 

Bei einem Dach eines massiven Holzhauses muss folgendes bedacht werden und es gibt verschiedene Möglichkeiten der Giebel Gestaltung.

 

Zum einen können massive Rechteckbohlen, rundbohlen oder Naturstämme verarbeitet werden, aber auch die Möglichkeit von Blockbohlen in runder oder rechteckiger Optik, sowie Paneele sind eine Option. Bei massiven Bohlen oder Naturstamm müssen besondere Dinge beachtet werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Befestigungen an den unteren beiden, der 3 Dach-Pfetten. Die unteren beiden Pfetten müssen dann mit sogenannten Gleiteisen befestigt werden. Diese Gleiteisen befähigen das Dach, dass sich die Dächer beim Setzen nicht verkannten und aufhängen und somit kann der Dachstuhl dann gleiten. Die Setzung ist am First niedriger als in der Mitte oder an der unteren Dach-Pfette. Diese Setzung muss ausgeglichen werden und dem kann entgegengewirkt werden, indem diese Gleiteisen angebracht werden. Um das Dach dann trotzdem daran zu hindern abzuheben, werden sogenannte Windhaken eingebaut. Diese Windhaken sorgen dafür, dass das Dach gleiten aber nicht abheben kann.

 

Eine alternative Möglichkeit wäre dann, anstatt einer massiven Bohlen-Giebelwand, auf eine Holzrahmen- Konstruktion oder einem Ständerwerk zurück zu greifen und dann die Paneele oder verschiedene Bohlenarten zu verarbeiten, die dann zum Beispiel keine Setzung mehr zulassen. Auch hier ist es eine Geschmacksache, was einem gefällt oder nicht. Die Ansichten können bei den Giebeln so verschieden gestaltet werden, dass es zum einen bei Rechteckbohlen so aussieht, als wenn wirklich massive Rechteckbohlen bis oben zum First verbaut wurden, oder aber auch Rundbohlen komplett verarbeitet wurden.

 

Welche Dinge sind wichtig beim Innenausbau: 

 

So viele wichtige Dinge müssen beim Ausbau eines massiven Holzhauses im Innenbereich beachtet werden, dass dort viele Möglichkeiten in Betracht gezogen werden können. Auch hier stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung und finden eine Lösung.

 

Wenn keine Installationsebene vorhanden ist, dann werden Leitungen möglichst von unten eingebaut, wie zum Beispiel Wasserleitungen. Die können ohne Probleme heute im Estrich verlegt werden und kommen dort zum Vorschein, wo diese dann benötigt werden. Elektrokabel werden in Kabelkanälen verlegt. Somit sind diese nicht sichtbar, oder aber es werden Steckdosen im Fußboden eingelassen und mit Klappdeckeln montiert. 

 

Knotenpunkt-Gewindestangen:

 

Die Gewindestangen für die Knotenpunkte sind sehr wichtig, denn ohne diese Gewindestangen, die während der Setzung zweimal im Jahr nachgestellt werden, könnte es zum Ausbrechen einzelner massiver Holzbohlen kommen. Ob das nun bei Naturstamm Holzhäusern, oder aber bei Holzhäusern aus massiver gefräster Rundbohle, oder Rechteckbohle vorkommen kann, ist dann nicht ausschlaggebend. Die Arbeit solche Bohlen wieder an die richtige Stelle und den perfekten Sitz zu bekommen, ist dann mit sehr viel Arbeit und maschineller Unterstützung möglich.

 

Das herausspringen einer massiven gefrästen Rundbohle oder Rechteckbohle wird auch mit der Hilfe von Verzapfungen durch Holznägel mit ca. 30mm Stärke verhindert. Beide Möglichkeiten miteinander verbunden, ergänzen sich zudem noch. 


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